Nebenkostenabrechnung verstehen und auf Fehler prüfen!

Kaum ein Brief macht Mietern so viel Angst wie die jährliche Nebenkostenabrechnung. Darin werden laufende Kosten, wie Warmwasserkosten, Heizkosten oder auch die Kosten der Gartenpflege auf die Mieter anteilig umgelegt. Oft schleichen sich Fehler in die Nebenostenabrechnung des Vermieters ein. Wir haben hier die wichtigsten Tipps für Mieter zusammengestellt, mit denen man die Nebenkostenabrechnung leicht durchblickt.

1. Nebenkostenabrechnung verstehen

Vermieter haben das Recht, sich bestimmte Kosten, die ihnen durch Eigentum und Betrieb ihrer Immobilie entstehen, von ihren Mietern zurückzuholen. Umgangssprachlich spricht man von Nebenkosten – tatsächlich dürfen Vermieter jedoch nur die sogenannten Betriebskosten auf ihre Mieter umlegen. Trotzdem tauchen in vielen Nebenkostenabrechnungen Kostenpositionen auf, die eigentlich nicht abgerechnet werden dürfen. Wir erläutern sieben Beispiele für umlagefähige und nichtumlagefähige Kosten.




2. Fehler in der Nebenkostenabrechnung

Bei der jährlichen Abrechnung der Nebenkosten können sich viele Fehler einschleichen: Etwa jede zweite Abrechnung ist fehlerhaft oder zumindest klärungsbedürftig! Um nicht unnötig draufzuzahlen sollten Mieter deshalb genau hinschauen, welche Positionen der Vermieter wie mit ihnen abrechnen will. Wir erläutern die fünf häufigsten formalen und inhaltlichen Fehler in Nebenkostenabrechungen.




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3. Nebenkosten von der Steuer absetzen

Ist die Nebenkostenabrechnung unerwartet hoch ausgefallen, gibt es einen Lichtblick: bestimmte Nebenkosten können Mieter sich von Steuer zurückholen. Haben Sie für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen bezahlt, könnnen Sie dies bei der Steuererklärung angeben und sich bares Geld zurückholen. Wir erläutern, welche Kosten abgesetzt werden können und was es dabei zu beachten gilt.




4. Musterschreiben und Vorlagen

Wer seine Nebenkostenabrechnung selbst prüfen will, sollte unbedingt die Einsicht in die Abrechnungsbelege des Vermieters beantragen. Sie haben einen Fehler in Ihrer Abrechung entdeckt und wollen Ihren Vermieter darauf aufmerksam machen? Wir bieten Ihnen Vorlagen und Musterschreiben, die Sie für die formal korrekte Kommunikation mit Ihrem Vermieter anpassen und nutzen können.




  • Häufige Fragen:
Können auch andere Nebenkosten abgesetzt werden?
Abgesetzt werden können Nebenkosten für handwerkliche Tätigkeiten sowie für haushaltsnahe Dienstleistungen. Denkbar sind daher auch weitere Kostenpositionen, sofern sie unter diese Kategorien fallen. Wichtig ist, dass keine Materialkosten abgesetzt werden können, sondern nur reine Dienstleistungskosten.
Muss ich die Nebenkostenabrechnung mit der Steuererklärung einreichen?
Ja. Da die Nebenkostenabrechnung aber in der Regel später eingeht, ist es ratsam, zunächst die Nebenkostenabrechnung aus dem Vorjahr einzureichen.
Was ist die Bescheinigung nach §35a EStG und benötige ich diese?
Ihr Vermieter bzw. Ihre Verwaltung kann auf Nachfrage eine Bescheinigung über die angefallenen abziehbaren Nebenkosten für das Wirtschaftsjahr ausstellen. Eine Pflicht hierzu besteht aber nicht. Vor allem größere Verwaltungen schicken ihren Mietern eine solche Bescheinigung für die Steuererklärung jedes Jahr zu. Diese kann dann statt der Abrechnung beim Finanzamt eingereicht werden. Fragen Sie einfach mal bei Ihrer Verwaltung oder Ihrem Vermieter nach. Dies erspart Ihnen Arbeit bei der Steuererklärung.
Wo sind diese Kosten bei der Einkommensteuererklärung einzutragen?
Die Kosten können im Hauptvordruck (Mantelbogen) unter Zeile 70 und 72 eingetragen werden.


Info: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Fragen Sie jetzt unsere Partneranwälte um Rat.